Bild Julian Assange - WikiLeaks

WikiLeaks: E-Mails von Hillary Clinton

in Politik

Die Berater im Wahlstab der US-Präsidentenkandidatin Hillary Clinton haben ihr empfohlen, das Vorgehen Russlands in Syrien zu kritisieren, um in den Augen der Wähler stark auszusehen. Das geht aus E-Mails hervor, die am Montag auf der WikiLeaks Seite veröffentlicht wurden.

Bei den von WikiLeaks veröffentlichten Dokumenten handelt es sich um einen Teil der elektronischen Post des Leiters der Wahlkampagne Clintons, John Podesta, vom 19. November 2015. Die Briefe betrafen Clintons Rede über den Kampf gegen die Terrorgruppierung „Islamischer Staat“, die die Präsidentenkandidatin am selben Tag hielt.

Laut einem Brief von John Anzalone, dem Besitzer des Meinungsforschungsinstituts Anzalone Liszt Grove Reserach, muss Clinton die Russen wegen der Verschlechterung der Situation kritisieren. „Sie wird dadurch stark aussehen. Sie muss sich Putin entgegenstellen“, so Anzalone.

Seiner Meinung nach sollte Clinton nicht nur auf die Notwendigkeit „der Zusammenarbeit mit arabischen Partnern“ hinweisen, sondern auch konkrete Länder der Region dazu aufrufen, „Kampfeinheiten, Flugzeuge und Kriegsgerät bereitzustellen sowie Ausbildung, Aufklärungsangaben und Gelder für die Bekämpfung des IS zu gewähren“.

In ihrer Rede hat die Präsidentenkandidatin wirklich eine kurze kritische Bemerkung gegenüber dem russischen Präsidenten gemacht. Zugleich rief sie zur Zusammenarbeit mit Moskau bei der Einrichtung einer Flugsperrzone auf und hob die wichtige Rolle Russlands bei der Beilegung des Syrien-Konfliktes hervor.

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