Bild Raubzug der Politiker und Bänker

Raubzug der Politik und Banken

in Wirtschaft

DAS GELDSYSTEM,
DIE URSACHE ALLEN ÜBELS. EIN SYSTEM, EINES ORGANISIERTEN VERBRECHENS VON POLITIKER UND BANKEN.

ZINSEN – BUCHGELD – SCHULDEN

 

Als wir von der D-Mark, respektive den nationalen Währungen, zum Euro gewechselt sind hat man die Bestände der Altwährungen zu fixen Wechselkursen in Euro umgetauscht. Bei uns in Deutschland war das damals laut Wikipedia: 1 DEM = 0,51129 EUR.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Mark

Zu Beginn der Währungsunion war also eine gewisse Geldmenge vorab fertig im Umlauf. Seitdem ist diese Geldmenge kontinuierlich gestiegen.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge

Geldmenge in der Eurozone von 1980 - 2016
Geldmenge in der Eurozone von 1980 – 2016

Wir leben in einem Schuldgeldsystem. Das bedeutet Geld entsteht ausschließlich als Kredit, also als Schuld. Jede neue Geldeinheit Guthaben ist also gleichzeitig eine neue Geldeinheit Schuld, inklusive damit verbundener zusätzlicher Zinskosten.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Geld#Geldsch.C3.B6pfung

Die Medien reden immer von einer „Schuldenkrise“. Und hier kommt der entscheidende Punkt:

Wenn man alle Schulden tilgen würde, dann wäre alles Geld, was seit 1999 zusätzlich hinzugekommen ist, vernichtet. Wir hätten also wieder die anfängliche Geldmenge die 1999 am Anfang durch Umtausch der D-Mark entstanden ist.

Dann haben wir aber noch keine Zinskosten zurückgezahlt.

Woher nehmen wir die Zinskosten? Aus der Geldmenge, welche ganz am Anfang da war? Dann hätten wir, sofern diese anfängliche Geldmenge überhaupt reichen würde für alle Zinskosten, am Ende gar kein Geld mehr.

Alles vorhandene Geld (ob Bar, als Zahl auf einem Bankcomputer oder in irgendwelchen Wertpapieren) reicht also niemals aus um alle Schulden inklusive Zinskosten abzutragen. Also sind wir gezwungen, selbst wenn wir alles Tilgen wollen würden, neue Kredite aufzunehmen, ergo uns neu zu Verschulden. Ein endloser Kreislauf, ein Ponzi-Schema. Dabei ist es auch vollkommen egal ob Zinseinnahmen, respektive Gewinne der Zentralbank, wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgegeben werden, da die vorhandene Anzahl an Geldeinheiten insgesamt zu keiner Zeit ausreicht. Niemals.

Fazit 1: Alles vorhandene Geld reicht niemals aus um alle Verbindlichkeiten, also Schulden inklusive Zinskosten, zu begleichen.

Schulden tilgen ist also in diesem System ausgeschlossen, da es gar nicht möglich ist. Wenn man aber seine Schulden niemals tilgen kann, werden diese Schulden immer größer und man muss endlos Zinsraten bezahlen. Also ist man gezwungen ständig wachsende Zinskosten zu tragen, welche man selbstverständlich erstmal erwirtschaften muss. Also ist es richtig wenn man sagt man ist als Teilnehmer in diesem System zu endlosem Wachstum gezwungen. Endloses Wachstum ist unmöglich, darüber brauchen wir nicht diskutieren.

In diesem System ist zwangsläufig jeder verschuldet, Verschuldung ist systembedingt. Was bedeutet das für den einzelnen Wirtschaftsteilnehmer?

DIE GLEICHUNG UNSERES GELDSYSTEMS:

Wenn es Geldvermögen gibt, die verzinst werden sollen, so müssen auf der anderen Seite Schulden in der gleichen Höhe existieren, deren Schuldner Zinsen zahlen müssen. Das hier ist die simple Gleichung unseres Geldsystems:

Guthaben + Zinsertrag = Schuld + Zinskosten

Zinsen führen über den Zinseszins-Effekt zu exponentiellem Wachstum von Vermögen: Bei 4% Zinsen verdoppelt sich jedes Vermögen nach 17,5 Jahren. Aus 1000 Euro werden nach 17,5 Jahren also 2000, nach 35 sind es 4000, nach 52,5 sind es 8000, nach 70 Jahren sind es 16.000. Und so weiter. Dank exponentiellen Wachstum ist man nach gar nicht allzu langer Zeit bei zig-Trillionen Euro.
Nach der simplen Gleichung von oben wachsen in diesem System auch Zwangsläufig die Schulden in gleichem Maße, also auch exponentiell, denn irgendwoher müssen die Zinserträge der Guthaben finanziert werden.

Fazit 2: Zinseszins führt zu immer schnellerer Verschuldung.

Fazit 3: Immer größer werdende Vermögen auf der einen Seite machen Reiche noch reicher. Immer größere Schulden auf der anderen Seite machen Arme noch ärmer.

Die Reichen kriegen immer mehr, die Armen müssen immer mehr zahlen – dieses Problem läßt sich natürlich auch auf die Unternehmen übertragen. Es kommt deshalb zu einer immer stärkeren Auslese von Unternehmen, bei denen die Kleinen verlieren und die Großen gewinnen. Langfristig bewegen wir uns also auf eine Monopolisierung unserer Wirtschaft zu, da die Großen die Kleinen schlucken. Bereits heute lässt sich die Gesamte Wirtschaft dieses Planeten auf einige wenige Großkonzerne reduzieren.

DER DRANG NACH WACHSTUM:

Das, was unsere Volkswirtschaft produziert ist wie ein Kuchen zu betrachten, der aufgeteilt wird. Das eine Stück erhalten die, die ihre Arbeitskraft bereitstellen, das andere die, die ihr Geld für Investitionen bereitgestellt haben und darauf Zinsen erwarten. So weit ist dieser Vorgang völlig normal und auch in Ordnung, Volkswirtschaftler nennen diese zwei Einkommensarten „Arbeitseinkommen“ und „Kapitaleinkommen“. Menschen sparen aber ständig Geld, vor allem jene, die so wohlhabend sind, daß sie ihre Einkommen gar nicht verkonsumieren können. Wenn immer mehr Geld gespart wird, auf das man Zinsen erwartet, so werden die Kapitaleinkommen immer größer. Deshalb schreien unsere Politiker nach mehr Wachstum: Denn nur wenn der Kuchen im Ganzen wächst, den man verteilen kann, so wird niemand schlechter gestellt als zuvor. Es gibt in der Natur keinen einzigen Prozeß, der langfristig exponentiell wächst, ohne irgendwann an seinem Wachstum zugrunde zu gehen oder in ein Gleichgewicht mit seiner Umgebung überzugehen. Aber in der Wirtschaft soll es möglich sein? Ist die Wirtschaft losgelöst von der Natur? Oder ist Wirtschaft nur eingebettet in die Natur und muß sich eigentlich an die Regeln der Natur halten?

Endloses Wachstum ist auf einem endlichen Planeten, mit endlichen Ressourcen natürlich nicht möglich. Deshalb ist die wirtschaftliche Situation so, daß der Kuchen nicht mehr wächst. Aber die Kapitaleinkommen wachsen weiter. Was passiert, wenn ein Kind ein immer größeres Stück vom Kuchen abhaben will? Das andere Kind bekommt weniger Kuchen. Im Fall der Wirtschaft heißt das: die Arbeitseinkommen müssen zurückgehen, damit die Kapitaleinkommen steigen können. Arbeitseinkommen sind vor allem Löhne.

Fazit 4: Der Zins erzwingt ein Sinken der Löhne oder er rationalisiert Arbeitsplätze weg. Denn jeder Arbeitnehmer, der nicht mehr bezahlt werden muss, verkleinert natürlich die Arbeitseinkommen und lässt somit mehr Kuchen für die Kapitaleinkommen.

Fazit 5: Da endloses Wachstum nicht möglich ist, führt dieses Geldsystem zwangläufig zu Zinskosten, die nicht erwirtschaftet werden können.

EIN SYSTEM UM SICH REAL UND SACHWERTE EINZUVERLEIBEN:

Wenn Zinskosten nicht erwirtschaftet werden können, werden von den Gläubigern alternativ als Entschädigung Real- und Sachwerte eingezogen. Das passiert gerade z.B. in Griechenland, Spanien, Portugal – alles muss auf Druck der EZB und des IWF privatisiert, sprich verkauft/abgegeben werden. Diese Praxis wird schon länger bei Verschuldeten, armen Ländern z.B. in Afrika vollzogen. Auch Deutschland wird sich, Systembedingt, nicht davor schützen können. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch wir die unausweichlichen Folgen dieses Geldsystems zu spüren bekommen. Alles was jetzt in Pleiteländern passiert wird auch bei uns so passieren. Die europäischen Südstaaten sind gerade als erster dran weil sie die exponentiell steigenden Zinskosten als erste nicht mehr tragen können. Das bedeutet im Umkehrschluss aber das auch wirtschaftlich stärkere Staaten früher oder später in der exakt gleichen Lage sein werden.
                        

Fazit 6: Der Wahnsinn wird mit Staatsgewalt durchgesetzt.

Wer nicht zahlt wird von der EZB, dem IWF und der EU-Kommission sanktioniert.

ZINSKOSTEN SIND FÜR ALLE SPÜRBAR / INFLATION:

Zinsen belasten die Volkswirtschaft. Ein Unternehmen, welches sich Geld leiht, legt die Kosten für diesen Kredit auf die Preise um. Das heißt, jeder Käufer zahlt über den Preis Zinsen mit. Der Zinsanteil in den Preisen beträgt inzwischen ca. 30%, Tendenz steigend. In den Steuern beträgt der Zinsanteil derzeit bereits über 20%, weil der Staat über 20% seiner Steuereinnahmen als Zinsen wieder ausgibt. Natürlich wachsen diese Zinskosten ebenfalls immer mehr, je mehr Schulden der Staat macht.

Fazit 7: Der Zins/Dieses Geldsystem führt mit fortlaufender Zeit zwangsläufig zu einer allgemeinen, fortlaufenden Verteuerung von Waren/Gütern/Dienstleistungen, also Inflation, sowie zwangläufig zu immer höheren Steuern.

Auch ein Kollaps, gerne auch als „Reset“ bezeichnet, der zwangsläufig aufgrund der Natur der Exponentialfunktion nach einiger Zeit stattfinden muss ändert nichts an der Kernproblematik, der Umverteilung. In einem Crash, z.B. einer Hyperinflation werden alle Geldvermögen vernichtet. Den Profiteuren kann das aber herzlich egal sein. Wer 50-60 Jahre lang Kapitalerträge kassiert hat konnte Jahrzehntelang in Sach- und Realwerte investieren. Wer Reich ist, ist vor und nach einem Crash, sofern man sich nicht dumm anstellt, der König. Solange man nach einem Crash nicht ein anderes System einführt, und die systembedingt einverleibten Realwerte zurückführt, ändert sich an der Umverteilung und dem Umverteilungsmechanismus gar nichts.

WEITERFÜHRENDE GEDANKEN:

Dieses System ist kein Zufall, Unfall, Unwissenheit der Politik – sondern Absicht. Es basiert auf einfacher Grundschulmathematik und funktioniert banal einfach.

Wer verschuldet ist, ist abhängig. Was wir hier haben ist eine neue Form des Feudalismus. Nur subtiler und versteckter. Ich würde sogar so weit gehen, dieses System und seine operative Durchsetzung (Zwangsabgaben von Geld- und Sach-/Realwerten) als eiskalten Raubüberfall zu bezeichnen.

Die jetzige Konstruktion, daß ein Staat sich zur Geldschöpfung leihen muss, ist eine Perversion. Sie ist nur dadurch erklärbar, daß die Politiker mit den Banken zusammenarbeiten und darum kein Interesse daran haben, etwas am System zu ändern.

Die Medien sprechen immer von einer „Krise“. Haben wir wirklich eine Krise? Es werden genauso so viele oder mehr Güter produziert wie früher. Wir produzieren immer noch mehr Nahrungsmittel als wir verbrauchen können. Es gibt, vereinfach gesagt, immer noch genauso viele Kühe, Hühner, Kornfelder wie früher. Die Sonne scheint immer noch, das Gras wächst immer noch, die Erde dreht sich immer noch. Jetzt kommt ein Zusammenschluss aus Zentralbanken, IWF und internationalen Finanzkonzernen, der Zinskosten bezahlt haben will und auf einmal haben wir eine „Krise“? Man zwingt auf einmal Länder alles von Wert zu privatisieren/abzutreten, zu verarmen und zu verelenden? Menschen werden um ihre Existenz gebracht, eine ganze Generation die geopfert wird?

Können wir eine Krise nicht mehr von einem Raub unterscheiden?

Dieses Geldsystem zu ändern wird verdammt Schwierig. Seit der Einführung dieses Systems haben die Profiteure kontinuierlich Real- und Sachwerte eingesammelt. Alle bedeutenden Unternehmen (besonders Nahrung, Wasser, Energie, Medien) weltweit lassen sich auf einige wenige Großkonzerne reduzieren. Diese sind in der Hand eines kleinen Promille-Anteils der Weltbevölkerung. Es sind die gleichen Kräfte, die auch jetzt für den Erhalt dieses Wahnsinns kämpfen. Und sie verfügen dabei auch über Staatsgewalt mit der sie Ihre Interessen verteidigen und Ziele global umsetzen.

Viele Lösungen die kursieren sind wirklich banal einfach und naheliegend. Allerdings nur Umsetzbar unter der Voraussetzung, daß es zu größeren Revolutionären Umwälzungen kommt. Das ist der Punkt an dem es vermutlich scheitern wird.

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