Bild Monsanto fusioniert mit Bayern

BAYER HEIRATET MONSANTO – FUSION

in Wirtschaft

Irgendwie pervers: Da fusionieren zwei Unternehmen, das eine Monsanto führt einen weltweiten Menschenversuch mit gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln (Saatgut) durch, das andere Bayer behandelt dann die Folgen davon mit Medikamenten.

Monsanto und Bayern produzieren nebenbei noch höchst ungesunde Pestizide. In jedem Fall eine Win-Win Situation für das neue Ehepaar. Die Geschichte der beiden Unternehmen könnte man auch kurz damit beschreiben: Von „Agent Orange bis Zyklon B“.

Bei weiten haben beide Unternehmen keine ruhmreiche Geschichte, beide sind mitverantwortlich für Millionen Tote oder schwer Kranke. Noch heute leiden die Menschen, zum Beispiel in Südostasien, an den Folgen von „Agent Orange“, noch heute werden dort schwerst behinderte Kinder geboren, die auf den Abwurf von Tonnen und aber Tonnen dieses Entlaubungsmittels auf Vietnam zurück zu führen sind. Vermutlich verdient Bayer auch noch an den Spätfolgen. Immerhin hat das Unternehmen auch eine Niederlassung in Hồ Chí Minh City früher Saigon.

Übrigens: Die Liebe von Bayer mit Monsanto ist gar nicht so neu: „Agent Orange“ wurde unter anderem von den US-Firmen Dow Chemical und Mobay, einem Gemeinschaftsunternehmen von Monsanto und der Bayer AG, hergestellt und geliefert

Hugh Grant und Werner Baumann geben Fusion bekannt

Die ganze Doku hier:
https://www.youtube.com/watch?v=e5HnBUR-VE4

Oder ob Menschen mit „Zyklon B“ in Deutschen Konzentrationslager vergast wurden. Bayer hatte seine Finger im Spiel: Als Teil der IG Farben beteiligte sich Bayer während des Krieges an den grässlichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. So lieferte die Degesch, eine Tochterfirma von IG Farben und Degussa, das Zyklon B für die Gaskammern. Im Auftrag der IG wurden in Buchenwald und Auschwitz tödliche Experimente an Häftlingen durchgeführt, besonders mit Impfstoffen. Und die IG Farben ließen sich in Auschwitz eine riesige neue Fabrik von Sklavenarbeitern bauen. Im Konzern eigenen Konzentrationslager Auschwitz-Monowitz kamen rund 30.000 Zwangsarbeiter ums Leben. Den Aufbau des benachbarten Vernichtungslagers Birkenau unterstützte die Firma finanziell und logistisch.

Man mag nicht an einen Zufall glauben das gerade jetzt Monsanto durch diese Fusion zu einem quasi deutsch-europäischen Unternehmen wird. Gentechnik in Europa vollkommen verpönt, CETA kurz vor der vorläufigen Inkraftsetzung und bei TTIP wir noch rumgetrickst und rumgeeiert, ob ja oder nein.

Monsanto ist so oder so ein Unternehmen welches skrupelloser nicht sein kann. So mag es nicht wundern das die Deutschen Wirtschafts Nachrichten auf Grund eines Berichtes der nicht als wirtschaftsfeindlich bekannten Nachrichtenagentur Reuters titeln:

Monsanto: Die brutalen Herren über das Saatgut dieser Welt

Nach der Übernahme durch Bayer widmet sich die als eher besonnen bekannte Nachrichtenagentur Reuters dem Wesen von Monsanto – und kommt zu einem mehr oder weniger vernichtenden Fazit im Hinblick auf ethische Minimalerfordernisse.

Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer übernimmt den weltgrößten Saatguthersteller Monsanto für knapp 66 Milliarden Dollar (58,7 Mrd. Euro). Kein anderes Unternehmen in der Branche hat ein derart schlechtes Image. Wegen seiner aggressiven Geschäftspraktiken, seiner gentechnisch veränderten Produkte und des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat steht das US-Unternehmen, das weltweit über 21.000 Mitarbeiter in 66 Ländern beschäftigt, seit Jahren in der Kritik. Im Folgenden ein Überblick über den Konzern aus St. Louis im US-Bundesstaat Missouri.………Link

Durch die Giftcocktails wie z.b. Glyphosat und Pestizide sind unsere Lebensmittel mittlerweile alles andere als Gesund sondern möglicherweise sogar krebserregend.
In der PlusMinus Sendung am Beispiel von Obst und Gemüse

https://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Orange
https://de.wikipedia.org/wiki/Zyklon_B
http://www.cbgnetwork.org/5416.html

Text aus dem Video hier noch zum nachlesen

Werner Bauman

Wir freuen uns, dies heute gemeinsam ankündigen zu können.
Heute ist wirklich historischer Tag für Bayer und für Monsanto
Gemeinsam werden wir mit aller Kraft daran arbeiten, eine der größten Herausforderungen der Gesellschaft zu bewältigen: Eine stark wachsende Weltbevölkerung auf ökologisch nachhaltige Weise zu ernähren.
Was wir tun, ist gut für die Kunden. Wir helfen, genügend sichere, gesunde und erschwingliche Lebensmittel zu produzieren.
Es ist auch gut für die Landwirte. Wir bieten ihnen noch bessere Möglichkeiten, die Erträge auf nachhaltige Weise zu steigern.
Aktionäre beider Unternehmen profitieren von dieser Transaktion. Denn es geht um Wertsteigerung und Wachstum.
Und: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Innovationen für die nächste Generation der Landwirtschaft vorantreiben.
Dieser Schritt wird die Position von Bayer als führendem Life-Science-Unternehmen in der Welt deutlich stärken.
Sowohl der Gesundheits- als auch der Agrarsektor bieten attraktive Wachstumsperspektiven.
Mit unseren innovativen Produkten helfen wir, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.
Indem wir Krankheiten vorbeugen und sie behandeln.
Und indem wir eine verlässliche Versorgung mit hochwertigen, nachhaltig produzierten und sicheren Nahrungsmitteln ermöglichen.
Bayer hat eine starke Kultur der Innovation, der Nachhaltigkeit und der gesellschaftlichen Verantwortung.
Wir sind eines der angesehensten und vertrauenswürdigsten Unternehmen der Welt und ich bin überzeugt, dass sich Monsanto als Teil von Bayer hervorragend entwickeln wird.
Gemeinsam wollen wir die Zukunft der Landwirtschaft gestalten.
Damit übergebe ich an Hugh.

Hugh Grant

Danke Werner
Dies ist ein besonderer Tag für Monsanto, für unsere Mitarbeiter, für Standorte, an denen wir tätig sind, und für die Landwirte weltweit.
Im vergangenen Jahr habe ich häufig über dieses Thema gesprochen: wir stehen am Beginn einer neuen Ära der Landwirtschaft, in der Landwirte nach neuen Lösungen und Technologien verlangen, die ihnen eine profitablere und nachhaltigere Produktion ermöglichen.
Die Vision für den Zusammenschluss ist genau aus diesem Wunsch heraus entstanden: es Landwirten zu ermöglichen mehr mit weniger zu produzieren.
Zusammen mit Bayer werden wir in der Lage sein Landwirten schneller noch bessere Lösungen anbieten zu können.
Der Zusammenschluss bietet genau dass: Einen Innovationtreiber, der das Pflanzenschutz-Portfolio von Bayer mit unseren erstklassigen Saatgut und Pflanzeneigenschaften und unserer Climate-Corporation-Plattform verbindet und Landwirten so dabei hilft, Hindernisse von morgen zu überwinden.
Unsere Mitarbeiter werden durch den Zusammenschluss Teil einer Organisation, die unsere Werte, unsere Leidenschaft für Innovation und unsere Verpflichtung gegenüber Landwirten und Kunden weltweit teilt.
Bayer ist ein verantwortungsvolles Unternehmen, das unser partnerschaftliches Engagement an unseren Standorten schätzt und achtet.
Wir freuen uns auf die Zukunft und die neue Ära der Landwirtschaft.
Ich bin stolz darauf, das Monsanto diesen Weg bereitet hat.
Zusammen mit Bayer werden wir auf unserer Tradition und Erfolgsgeschichte im Hinblick auf Innovationen aufbauen und so die Herausforderungen angehen, denen die Landwirte heute und in Zukunft begegnen.

Quelle: http://npr.news.eulu.info/

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