Bild Baschar al-Assad im Interview

Assad: Geruch von Drittem Weltkrieg liegt in der Luft

in Politik

Die aktuelle Lage in der Welt ähnelt einem Kalten Krieg, wobei im Inneren das Gefühl eines möglichen Dritten Weltkrieges wächst, wie der syrische Präsident Baschar al-Assad in einem Interview mit der russischen Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ sagte.

„Heutzutage beobachten wir eine Situation, die dem Kalten Krieg im Entwicklungsstadium ähnelt“, so Assad.

Ein Geruch des Dritten Weltkriegs liege zwar in der Luft, aber das sei noch lang keine direkte kriegerische Auseinandersetzung, so Assad weiter.

„Dieser Begriff (Weltkrieg – Anm. d. Red.) wird oft genutzt – vor allem nach der jüngsten Eskalation der Situation in Syrien“, so der syrische Präsident. Dabei stelle Syrien nur einen Teil dieses Krieges dar: Um den Konflikt beizulegen müsse vor allem geklärt werden, wer Terroristen in der Republik unterstütze.

„Es spielt keine Rolle, wer sich jetzt in die syrischen Angelegenheiten einmischt, das Wichtigste ist vielmehr, wer dabei jeden Tag und jede Stunde die Terroristen unterstützt. Das ist das Hauptproblem. Wenn es uns gelingt, das zu lösen, wird das verworrene Bild an Bedeutung verlieren“, so Assad. „Und wir können das Problem lösen“, so der syrische Staatschef.

„Denn Russland, der Iran und die Hisbollah sind unsere ständigen Verbündeten, die sind legal hier. Sie kämpfen gegen Terroristen. Aber es gibt auch andere Länder, die sich genau mit dem Ziel einmischen, die Terroristen zu unterstützen. Das Problem besteht also nicht in der Zahl der Spieler, sondern im Terrorismus“, schloss Assad.

In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Rebellen, aber auch islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören. Durch die Unterstützung von Wladimir Putin (Russland) konnte Assad seine politische Position in Syrien stärken und die Rebellen und der IS im Schach halten.

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